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Offene ArbeitOffene Arbeit

Kita Immenhuus | Offene Arbeit

Ansprechpartner:

Nina Meier
Kindergartenleitung

Ton Hus Rönnau
23795 Klein Rönnau

Tel. 04551 - 8 29 47
Fax 04551 - 901588
drk-kiga-immenhuus[at]t-online[dot]de

Offene Arbeit als pädagogische Grundlage

Um die o. g. pädagogischen Ziele bestmöglich zu erfüllen, haben wir uns für die „Offene Arbeit“ als Grundlage unserer Pädagogik entschieden. „Offene Arbeit“ heißt für uns:

  • Wir haben feste Stammgruppen mit einem entsprechenden Stammpersonal, um den Kindern und den Eltern eine Zugehörigkeit zu vermitteln.
  • Es gibt mehr Möglichkeiten für die Bildung und Selbstbildung der Kinder, denn sie können den Raum und die Aktivität frei wählen.
  • Jeder einzelne Erzieher kann seine speziellen Fähigkeiten allen Kindern zu Gute kommen lassen.
  • Die Kinder lernen die anderen Kinder, die Erwachsenen und das ganze Haus kennen und die Erwachsenen alle Kinder.
  • Wir legen gleiche Materialien zusammen, das bedeutet mehr Spielmöglichkeiten und Kostenersparnis.
  • Bewegung ist von Raum zu Raum, in der Turnhalle und auf dem Spielplatz möglich.
  • Das Kind muss Mut haben, die eigene Gruppe zu verlassen. Dabei wird es von den Erziehern unterstützt und begleitet. Dauerhaft wird so das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gesteigert.
  • Die Kinder bestimmen ihre eigene Lerngeschwindigkeit.
  • Durch interessenorientiertes Arbeiten entsteht im ganzen Kindergarten eine ruhige Atmosphäre.
  • Die Kinder profitieren von den Stärken aller Mitarbeiter und können an allen Angeboten des Kindergartens teilnehmen.
  • Partizipation: Die Kinder bestimmen in einem Gremium oder durch „geheime Wahlen“ über einige Angelegenheiten, die den Kindergartenalltag betreffen und lernen so, was es bedeutet, Demokratie zu leben.
  • Funktionsbereiche

    Funktionsbereiche und ihre Bildungsmöglichkeiten

    Jeder Raum ist einer bestimmten Funktion zugeordnet. Das vielfältige und qualitativ gute Angebot an Spielzeug und Material fordert jedes einzelne Kind auf, der Aktivität nachzugehen, die für seinen derzeitigen Entwicklungsstand passend ist. So werden spielend die einzelnen Bildungsmöglichkeiten individuell von den Kindern angenommen.

    • Rollenspielbereich: Puppenecke, Verkleidungsutensilien und Kaufmannsladen regen die Kinder dazu an, Alltagssituationen nachzuspielen und so zu verarbeiten. Sie lernen zwischen Realität und Phantasie, etwas aus der Perspektive eines anderen Menschen zu sehen und zu verhandeln. Kompromisse schließen und gemeinsam Probleme lösen sind weitere soziale Lernfelder. So fördern diese Bildungsbereiche auch die Kreativität der Kinder und in Verbindung mit der Leseecke besonders ihre Sprache und den emotionalen Bereich.
    • Küche: Beim freien Frühstück steht die Selbständigkeit im Vordergrund, dabei werden Dinge wie auf- und abdecken, eingießen, Platz abwischen, zerbrochenes Geschirr wegräumen, Brotdose öffnen und schließen geübt. Nach der Frühstückszeit können in diesem Raum Gesellschaftsspiele gespielt werden. Außerdem befinden sich hier Materialien, die zur Förderung der Feinmotorik und der Kognition anregen, z. B. Sand sieben, Reis in verschieden große Gefäße umfüllen, Umgang mit der Pipette und Pinzette, Sortieren von Formen, Farben und Größen.
    • Werkbereich: Beim Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Baumaterialien wird die Kontrolle über die eigenen Fähigkeiten verbessert, Selbstvertrauen entwickelt und mathematische Fähigkeiten, wie Zählen und Messen genutzt. Werkzeuge müssen sicher gehandhabt und zielgerichtet eingesetzt werden. Kreativität, Ausdauer und Motorik werden erlernt. Das Auseinandernehmen von elektrischen Alltagsgeräten gibt den Kindern einen Einblick in die Technik und weckt Ideen für neue Kreationen. So kann z. B. aus Schrauben, Tasten und Blechteilen eine Ritterburg gebaut werden.
    • Bau- und Konstruktionsbereich: Hier finden die Kinder größere Mengen unterschiedlichster Bausteine, die sie dazu motivieren Türme, Brücken, Eisenbahnen, Flugzeuge und Phantasiebauten entstehen zu lassen. Tische, Stühle, Decken, Tücher und Wäscheklammern sind die Materialien für Höhlen in verschiedenster Ausführung. Die Kinder lernen, vorhandene Gegenstände zu verwenden, um damit andere Dinge darzustellen. Sie stellen Gleichgewichte her und stabilisieren Gebautes. So werden Feinmotorik, Kognition und Sozialverhalten durch wiederholtes Ausüben trainiert.
    • Atelier: Das Atelier bietet abwechslungsreichen Umgang mit Papier, Pappe, Stoff, Farben, Knete, Naturmaterialien, Perlen, Wolle, Pinsel, Schere, Stempeln, usw. Kreativität, Feinmotorik, Kognition und Kommunikation können sich die Kinder hier aneignen.
    • Bewegungsbereich: Mit Turngeräten werden abwechslungsreiche Bewegungslandschaften konstruiert, die den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Grobmotorik weiter auszubauen. Bei Musikangeboten in der Turnhalle, wie z. B. Klangspiele, Kreisspiele, Musizieren und Lieder, wird die Wahrnehmungsfähigkeit durch das Erkennen von Klängen und Liedern gefördert. Durch das Anfassen und das gegenseitige Berühren erfahren die Kinder, miteinander umzugehen, lernen natürlichen Körperkontakt mit anderen Kindern kennen und können Scheu und Hemmungen abbauen. Sie werden hier besonders im sozialen, emotionalen, sprachlichen und motorischen Bereich gefördert.
    • Außengelände: Unser Außengelände ist naturnah gestaltet und hat verschiedene Spielbereiche für die Kinder, z. B. Rutschen, Kletterhügel mit Kriechtunnel, Kletterbaum, Storchennestschaukel, Wasserlauf mit handbetriebener Pumpe und verschieden hohen Matschtischen, Sandkisten, Weidentipis, große Freifläche zum Befahren mit unterschiedlichen Fahrzeugen, etc.. Diese unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten sind Ausgangspunkt für eine gute geistige und körperliche Entwicklung von Kindern. Das ist einer der Hauptgründe, aus dem sie bei jedem Wetter nach draußen gehen können.
  • Projektarbeit

    In den Projekten bearbeiten wir aktuelle Ideen, Interessen und Bedürfnisse der Kinder, die aufgrund von gezielten Beobachtungen unter Beteiligung der Kinder entwickelt werden. Weitere Projektthemen, können sich durch äußere Faktoren (z. B. Jahreszeiten, Feste, Umgebung) ergeben und werden den Kindern angeboten Mögliche Projektthemen können sein: Freunde, Streiten, meine Familie, Schule, Feuerwehr, Polizei, Zirkus, Weihnachten, Ostern, etc.

    Zu den jeweiligen Projekten werden vielfältige Angebote gemacht, die von den Kindern vorwiegend freiwillig wahrgenommen werden können.

  • Freie Spielzeit

    Freie Spielzeit = Selbstbildung

    Das Spiel ist

    • von Kindern immer selbst initiiert,
    • kann spontan entstehen,
    • orientiert sich am Entwicklungsstand und den Erfahrungen der beteiligten Kinder.


    Im Spiel lernen die Kinder

    • den kreativen Umgang mit Material,
    • die Sprachentwicklung,
    • die Motorik,
    • das Sozialverhalten,
    • den bewussten Umgang mit Gefühlen,
    • das flexible Denken,
    • das Ausprobieren und Planen von Aktionen,
    • das Lösen von Problemen.
  • Tagesablauf
    • Bringzeit: In der Zeit von 7.00 Uhr bis 8.30 Uhr kommen die Kinder in den Kindergarten. Sie melden sich bei dem jeweils verantwortlichen Mitarbeiter am Empfang an und haben die Möglichkeit, sich einen Funktionsraum auszusuchen.
    • Stammgruppenkreis: Zu Beginn um 8.30 Uhr und bei Bedarf zum Abschluss gegen 11.15 Uhr dient der Stammgruppenkreis zur Besprechung von aktuellen Themen der Kinder und der Angebote für den Tag, sowie für Fingerspiele und Lieder. Geburtstage werden in dieser Runde auch gefeiert.
    • Freies Frühstück: Jedes Kind kann von 8.45 Uhr bis ca. 10.00 Uhr in der Küche zusammen mit dem Freund oder anderen Kindern frühstücken. Es deckt selbständig seinen Platz auf und ab. Das gesunde Frühstück wird von zu Hause mitgebracht, Getränke stellt der Kindergarten.
    • Spielzeit: Vor und nach dem Stammgruppenkreis haben die Kinder, sowohl im Haus als auch im Außengelände, ausreichend Zeit für ihre Selbstbildung und Angebote.
    • Gezielte Angebote: Dazu gehören kreatives Gestalten, Gesprächskreise, Buchbetrachtungen, Bewegung, Kochen, Spaziergänge, Ausflüge, Musizieren, Experimentieren, altersspezifische Angebote (z. B. Vorschulgruppe), etc.
    • Abholzeit: Zwischen 12.00 Uhr und 12.30 Uhr ist Abholzeit.
    • Mittagessen: Um 12.30 Uhr bis 13.00 Uhr essen die Kinder, die im Mittagsdienst angemeldet sind, gemeinsam Mittag.
    • Spätdienst: Die Kinder, die bis 14.00 Uhr angemeldet sind, werden nach dem Essen in den Funktionsräumen betreut.
    • Schlafzeit/Ruhezeit: Um 13.00 Uhr können die Ganztagskinder, die einen Mittagsschlaf brauchen im Schlafraum bis ca. 15.00 Uhr schlafen. Alle anderen Kinder können sich in den Funktionsräumen beschäftigen.

    • Obstzeit: Um 15.00 Uhr essen alle Kinder zusammen Obst und Kekse.

    • Spielzeit: Bis zum Abholen spielen die Kinder drinnen und draußen.
  • Jahresablauf

    Eingebunden in das Kindergartenjahr sind die einzelnen Geburtstage der Kinder und Feste wie Laternenfest, Fasching, Übernachtung der Schulanfänger, Sommerfest, sowie Ausflüge und religiöse Feste, wie Erntedank, Weihnachten und Ostern mit ihren Inhalten.

  • Vorschularbeit

    Die Offene Arbeit und die Waldpädagogik an sich, bereiten schon hinreichend auf die Schule vor. Zusätzlich werden spezielle Angebote für die zukünftigen Schulkinder gemacht:

    • Regelmäßiges Treffen einmal wöchentlich in der „Maxi-Ecke“ mit angeleiteten Übungen im feinmotorischen und kognitiven Bereich
    • „Bestimmer-Gruppe“: Die zukünftigen Schulkinder treffen sich bei Bedarf (ca. alle 2 – 3 Wochen) mit einem Mitarbeiter in einem Gremium, um über kindergarteninterne Angelegenheiten (z. B. Regeln, Aktionen, Wünsche…) zu diskutieren und  mit zu entscheiden.
    • Verantwortung abwechselnd für bestimmte Aufgaben im Kindergartenalltag (Spülmaschine ausräumen, Malpapier nachfüllen, Papiermüll entsorgen, Blumen gießen….)
    • Kennenlernspiele
    • lebenspraktische Aufgaben, z. B. Schleife binden
    • Übungen zu Farben, Formen und Mengen
    • Experimente
    • Erkunden der Schule
    • Schulbesuche während des Unterrichts
    • Phonologische Bewusstheit: Zum erfolgreichen Schriftspracherwerb und zur Vorbeugung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bieten wir ein halbes Jahr vor Schulbeginn täglich ein Programm an, das auf spielerische Art Übungen zum Hören, Lauschen, Reimen, Silben-Klatschen, etc. beinhaltet.