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Ulf Kienast
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Der Beruf im Rettungsdienst

- Foto: A. Kalies/ DRK-Segeberg
Mit Blaulicht und Martinshorn schneller zu fahren als erlaubt und dabei auch noch rote Ampeln überfahren, wer hat nicht schon mal davon geträumt. Aber was steckt eigentlich hinter dem Beruf im Rettungsdienst?
Es ist ein spannender und vielseitiger Beruf, der viel Verantwortungsbereitschaft verlangt. Rettungsassistenten/-in sind Tag und Nacht im Einsatz, auch an Wochenenden und Feiertagen. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Versorgung und die Betreuung von Verletzten und Erkrankten. Je nach Notfallsituation führen sie eigenständig medizinische Versorgungen durch oder assistieren dem Notarzt. Wenn kein Notarzt zur Verfügung steht, geben Rettungsassistenten/-innen im Rahmen der sogenannten Notkompetenz auch selbstständig Medikamente oder führen erweiterte Maßnahmen am Patienten durch.
Um im Rettungsdienst arbeiten zu können, sind Teamfähigkeit, körperliche Fitness, Geschicklichkeit, Sorgfalt, Einfühlungsvermögen und psychische Belastbarkeit eine wesentliche Voraussetzung. Häufig ist schnelles Umschalten gefragt, wenn es nach einem Krankentransport zu einem Notfalleinsatz geht. Auch bei größeren, hektischen Notfallsituationen darf ein/e Rettungsassistent/-in nicht die Übersicht verlieren und muss einen kühlen Kopf bewahren können. Eine gute Ausbildung und erfahrene Kollegen helfen solche Situationen zu meistern.
Wer im Rettungsdienst arbeitet, wird mit Leid, schweren Verletzungen und Tot konfrontiert, dessen sollte sich jeder bewusst machen, der in diesem Beruf arbeiten möchte. Aber auch Rettungsassistenten/-innen sind Menschen und können ihre Belastungsgrenzen mal überschreiten. Für diesen Fall gibt es die Einsatznachsorge, diese hilft belastende Ereignisse zu verarbeiten.

