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Rettungsassistent, eine Berufsausbildung im Wandel

Foto: A. Kalies/ DRK-Segeberg

Die Berufsbezeichnung Rettungsassistent wurde erst zusammen mit dem 1989 verabschiedeten Rettungsassistentengesetz (RettAssG) ins Leben gerufen. Dieses Gesetz gibt unter anderm den Rahmen für die Ausbildung vor. Der übliche Ausbildungsweg sieht die einjährige, schulische Ausbildung mit anschließender, staatlichen Abschlussprüfung vor; die Kosten für diese Ausbildung trägt in der Regel der Schüler/die Schülerin selbst. Im Anschluss an die bestandene Prüfung folgt dann das sogenannte Jahrespraktikum, in dem das Erlernte in die Praxis umgesetzt und vertieft wird.

Seit 1989 hat sich im Rettungsdienst einiges getan. Die präklinische Notfallversorgung hat sich immens weiterentwickelt und damit auch die Anforderung an Rettungsassistenten/ -innen. Immer mehr international anerkannte Standards zur Patientenbehandlung halten Einzug in den deutschen Rettungsdienst. Neue diagnostische Möglichkeiten, sowie komplexere Handlungsabläufe zur Rettung und Versorgung von Patienten am Notfallort machen eine umfangreichere Ausbildung nötig.

Die DRK - Rettungsdienste in Schleswig-Holstein haben gemeinsam ein Konzept für die dreijährige Berufsausbildung zum Rettungsassistenten erarbeitet und bilden bereits nach diesem Model aus.
Die Ausbildung ist in theoretische und praktische Blöcke gegliedert.
Die theoretische Ausbildung findet an unserer Fachschule für den Rettungsdienst in Lübeck statt, hier werden die Schüler von praxiserfahrenen Dozenten unterrichtet. Nach dem ersten theoretischen Abschnitt, der mit der Prüfung zum Rettungssanitäter endet, beginnt die praktische Ausbildung auf unseren Lehrrettungswachen. Die Auszubildenden bekommen feste Lehrrettungsassistenten/ -innen zugewiesen, die ihnen während der gesamten Ausbildung zur Seite stehen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt dann der fortlaufende Blockunterricht.
Während der gesamten Ausbildungszeit finden verschiedene Praktika in Krankenhäusern und spezielle Fortbildungen statt. Außerdem bekommen alle Azubis den nötigen Führerschein (Klasse C1) vom DRK bezahlt.

Der Anfang für eine bessere Rettungsassistentenausbildung ist gemacht. Doch unser Ziel ist es, das Ausbildungskonzept fortlaufen zu verbessern; um den steigenden Ansprüchen, an die Rettungsdienstmitarbeiter, auch zukünftig gerecht zu werden.